{"id":1561,"date":"2020-09-26T16:01:36","date_gmt":"2020-09-26T14:01:36","guid":{"rendered":"https:\/\/solila.ch\/?page_id=1561"},"modified":"2022-01-16T11:57:50","modified_gmt":"2022-01-16T10:57:50","slug":"grundsaetze","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/solila.ch\/?page_id=1561","title":{"rendered":"GRUNDS\u00c4TZE"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Grundidee der solidarischen Landwirtschaft ist, dass Menschen sich zusammenschliessen, um gemeinsam Nahrungsmittel zu produzieren. Zusammen wird ein St\u00fcck Land bewirtschaftet &#8211; oftmals mit Hilfe von Fachkr\u00e4ften &#8211; und die Arbeit und das Risiko der landwirtschaftlichen Produktion werden geteilt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Konkret gibt es <strong>viele verschiedene Varianten der solidarischen Landwirtschaft<\/strong>, welche sich zwischen diesem Konzept und dem klassischen Gem\u00fcseabo (w\u00f6chentliche Gem\u00fcsetasche) bewegen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"811\" src=\"https:\/\/solila.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DSC04873-Kopie-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1584\" srcset=\"https:\/\/solila.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DSC04873-Kopie-scaled.jpg 2560w, https:\/\/solila.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/DSC04873-Kopie-300x95.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufig verpflichtet sich eine Gruppe Menschen, einem oder mehreren landwirtschaftlichen Produzent*innen f\u00fcr eine bestimmte Dauer (eine Saison, ein Jahr) ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu einem im Voraus bestimmten Preis abzunehmen \u2013 egal, wie die Ernte w\u00e4hrend der Saison dann tats\u00e4chlich aussieht. So erhalten die Produzent*innen Planungssicherheit und ihnen wird ein fairer Lohn gew\u00e4hrleistet, unabh\u00e4ngig von der Menge oder der Qualit\u00e4t der Produkte, die w\u00e4hrend der Saison erzeugt werden. Die Mitglieder tragen so das Risiko f\u00fcr einen Ernteausfall oder f\u00fcr schlechte Witterungsbedingungen mit. Im Gegenzug erhalten sie frische, regionale und fair produzierte Lebensmittel.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mitglieder zahlen die landwirtschaftlichen Produkte im Voraus \u2013 entweder direkt f\u00fcr das ganze Jahr, viertelj\u00e4hrlich oder je nach Projekt auch monatlich. So k\u00f6nnen sich die Produzent*innen unabh\u00e4ngig vom Markt bewegen und es wird eine langfristige Planung erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Grundsatz vieler solidarischer Landwirtschaftsprojekte ist ausserdem eine aktive Beteiligung der Mitglieder an der Arbeit auf dem Feld oder auf dem Acker, sowie bei der Organisation (Depots, Einteilung, Verpackung, &#8230;) und der administrativen Arbeit (Finanzen, Werbung, &#8230;) die dahinter steht. Auf diese Weise wird den Mitgliedern ein gr\u00f6sseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bedingungen der landwirtschaftlichen Produktion vermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee einer solidarischen Landwirtschaft kam in den 1960er Jahren in Japan mit der Gr\u00fcndung sogenannter \u00abTeikei\u00bb auf. Mit den <a href=\"https:\/\/cocagne.ch\/c58\/\">Jardins de Cocagne<\/a> wurde in den 1970ern auch das erste Projekt in der Schweiz gegr\u00fcndet. In den USA wurden \u00e4hnliche Projekte unter dem Namen \u00abCommunity Supported Agriculture (<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Community-supported_agriculture\">CSA<\/a>)\u00bb gestartet. Im deutschsprachigen Raum ist solidarische Landwirtschaft entweder als \u00abSolawi\u00bb (f\u00fcr <strong>so<\/strong>lidarische <strong>La<\/strong>nd<strong>wi<\/strong>rtschaft) oder \u00abRegionale Vertragslandwirtschaft\u00bb bekannt, und in Frankreich als \u00abAssociations pour le maintien d\u2019une agriculture paysanne (<a href=\"https:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Association_pour_le_maintien_d'une_agriculture_paysanne\">AMAPs<\/a>)\u00bb oder in der franz\u00f6sischsprachigen Schweiz als \u00abAgriculture contractuelle de proximit\u00e9 (ACP)\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">F\u00fcr weitere Informationen gibt es <a href=\"https:\/\/www.solidarische-landwirtschaft.org\/mediathek\/literatur\/\">hier<\/a> eine gute Literatursammlung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"442\" src=\"https:\/\/solila.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/sunneblueme.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1588\" srcset=\"https:\/\/solila.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/sunneblueme.jpg 1024w, https:\/\/solila.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/sunneblueme-300x129.jpg 300w, https:\/\/solila.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/sunneblueme-768x332.jpg 768w, https:\/\/solila.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/sunneblueme-738x319.jpg 738w, https:\/\/solila.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/sunneblueme-996x430.jpg 996w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grundidee der solidarischen Landwirtschaft ist, dass Menschen sich zusammenschliessen, um gemeinsam Nahrungsmittel zu produzieren. 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